Leistung · Grafik & Illustration
Ein Logo ist noch keine Marke – ein System schon
Gute Gestaltung ist nicht die, die im Entwurf am besten aussieht, sondern die, die zwei Jahre später noch funktioniert: auf der Website, im Angebot, auf dem Lieferwagen. Wir bauen deshalb kein Einzelstück, sondern ein Regelwerk aus Farben, Schriften und Bausteinen – mit Dateien, die Sie selbst weiterverwenden können.
- Offene Ausgangsdateien, kein Vendor-Lock-in
- Farben auf Kontrast geprüft
- Bildrechte schriftlich geklärt
- Kein KI-Bild ohne Kennzeichnung
Auf einen Blick
Die kurze Antwort zuerst
Vier Fakten zur Marken- und Gestaltungsarbeit – ohne Design-Vokabular.
Was Sie bekommen
Ein System
Logo in allen nötigen Varianten, Farb- und Schriftregeln, Bausteine für wiederkehrende Formate – plus eine kurze Anleitung, wie das alles zusammengehört.
Dateien
Offen und Ihnen gehörend
Vektordaten und Schriftlizenzen gehen an Sie über. Sie sind nicht darauf angewiesen, dass wir noch existieren.
Barrierefreiheit
Von Anfang an
Farbkombinationen prüfen wir auf Kontrast, bevor sie ins System kommen. Nachträglich ändern heißt: alles noch einmal produzieren.
Kosten
Individuell nach Aufgabe
Ein Logo, ein Markensystem und eine Illustrationsserie haben unterschiedlichen Umfang. Nach dem Briefing erhalten Sie eine klar abgegrenzte Leistung zum Fixpreis.
Was zu einem Markensystem gehört
Nicht jedes Unternehmen braucht alles. Aber wer die ersten drei Punkte auslässt, produziert bei jedem neuen Dokument wieder von vorn.
Logo in Varianten
Ein Logo reicht nie: Es braucht eine Fassung für kleine Größen, eine einfarbige für Stempel und Stickerei, eine für dunkle Hintergründe. Fehlen sie, entstehen sie später improvisiert – und sehen entsprechend aus.
Farben mit Regeln
Nicht nur welche Farben, sondern wofür: Was ist Hauptfarbe, was Akzent, was darf auf was liegen. Dazu die Werte für Bildschirm und Druck, damit Ihr Grün auf beiden gleich aussieht.
Schriften mit Lizenz
Eine Schrift, die zur Marke passt, in einer Lizenz, die Web und Druck abdeckt. Wir hinterlegen, was gekauft wurde und wofür es gilt – die häufigste unangenehme Überraschung bei Übernahmen.
Bausteine statt Einzelstücke
Vorlagen für das, was regelmäßig anfällt: Angebot, Social-Beitrag, Anzeige, Präsentation. Damit gestaltet auch jemand ohne Ausbildung etwas, das zur Marke passt.
Illustration und Bildsprache
Eigene Illustrationen oder Bildmotive, wenn Fotos nicht passen – zum Beispiel für abstrakte Leistungen. Sie unterscheiden Sie von allen, die dieselbe Stockfoto-Datenbank verwenden.
Eine Anleitung, die gelesen wird
Kein hundertseitiges Handbuch, sondern wenige Seiten mit dem, was im Alltag wirklich gebraucht wird. Ein Regelwerk, das niemand aufschlägt, ist keines.
Nachgerechnet
Farbwahl ist eine Rechnung, keine Stimmung
Ob eine Farbkombination lesbar ist, lässt sich ausrechnen – dieselbe Formel, die auch Prüfwerkzeuge anwenden. Wir tun das, bevor eine Farbe ins Markensystem kommt, nicht danach.
-
Zartes Beige auf Weiß
1,8:1 zu wenig Kontrast
Wirkt im Entwurf edel und fällt in der Anwendung durch.
-
Rostrot auf Creme
4,9:1 erfüllt AA
Unsere Akzentfarbe – tragfähig für Fließtext.
-
Unser Grün auf Creme
6,6:1 erfüllt AA
Die Hauptkombination dieser Website.
-
Creme auf Dunkelgrün
10,5:1 erfüllt AAA
Für dunkle Bänder und Drucksachen mit Vollton.
Berechnet nach der WCAG-2.2-Formel für relative Luminanz. Schwellen: 4,5:1 für Text, 3:1 für großen Text sowie für Grafik- und Bedienelemente.
Entscheidungshilfe
KI-Bild oder eigene Illustration?
Bildgeneratoren sind schnell und billig. Für manches reicht das – für die Bilder, die Ihre Marke tragen, gibt es einen handfesten Grund dagegen.
| Kriterium | Reines KI-Bild | Eigene Illustration |
|---|---|---|
| Tempo | Minuten | Tage bis Wochen |
| Urheberrecht | Ohne menschliche Gestaltungsleistung entsteht kein geschütztes Werk – es gibt nichts, was Ihnen exklusiv übertragen werden könnte | Geschütztes Werk, Nutzungsrechte schriftlich an Sie |
| Exklusivität | Derselbe Prompt liefert anderen etwas sehr Ähnliches | Existiert genau einmal |
| Kennzeichnung | Ausgaben müssen maschinenlesbar als künstlich erzeugt markiert sein | Keine Kennzeichnungspflicht |
| Genauigkeit | Schwer zu steuern; Details und Text im Bild bleiben unzuverlässig | Genau das, was gebraucht wird – auch beim vierten Motiv derselben Reihe |
| Wofür sinnvoll | Interne Entwürfe, Moodboards, schnelle Ideenskizzen | Alles, was Ihre Marke nach außen trägt |
So gehen wir vor
Vier Etappen, mit einem klaren Punkt dazwischen, an dem Sie aussteigen könnten.
Zuhören und sichten
Was gibt es bereits, was soll bleiben, was stört? Wir sehen uns an, wie Sie heute auftreten – und was Ihre Kundschaft davon tatsächlich wahrnimmt. Oft ist weniger kaputt als befürchtet.
Richtung festlegen
Zwei bis drei gestalterische Richtungen, jeweils an echten Anwendungen gezeigt statt auf weißem Grund. Sie entscheiden hier, nicht am Ende – das erspart teure Kehrtwenden.
Ausarbeiten
Aus der gewählten Richtung wird das System: Logo-Varianten, Farbwerte für Bildschirm und Druck, Schriftlizenzen, Bausteine. Kontraste werden dabei nachgerechnet, nicht geschätzt.
Übergabe
Sie bekommen die offenen Ausgangsdateien, die exportierten Formate, die Lizenznachweise und eine kurze Anleitung. Danach können Sie damit arbeiten – auch ohne uns.
Ehrlich gesagt: Ein neues Erscheinungsbild verkauft nichts von allein. Es macht Sie wiedererkennbar und erspart Ihnen tausend kleine Entscheidungen im Alltag – aber wenn das Angebot oder die Website nicht überzeugt, ändert daran auch das schönste Logo nichts. Wenn wir bei Ihnen ein dringenderes Problem sehen, sagen wir das, bevor wir gestalten.
Häufige Fragen zu Grafik und Illustration
Bekommen wir die Ausgangsdateien?
Welche Nutzungsrechte damit übergehen, steht schriftlich im Angebot; die Grundsätze dazu finden Sie auf unserer Seite zu den Nutzungsrechten.
Können wir uns ein Logo einfach von einer KI erzeugen lassen?
Für ein Logo, das Sie jahrelang führen und gegen Nachahmung verteidigen wollen, ist das ein ernstes Problem. Für einen internen Entwurf ist es egal. Die markenrechtliche Eintragung ist davon übrigens unabhängig und in jedem Fall ratsam.
Müssen KI-generierte Bilder gekennzeichnet werden?
Unabhängig von der rechtlichen Zuordnung halten wir die sichtbare Kennzeichnung für die bessere Praxis: Wer offen sagt, wo eine Maschine mitgearbeitet hat, muss sich später nicht rechtfertigen.
Quelle: EU-Kommission: KI-Verordnung, Art. 50 (öffnet in neuem Tab)
Wie viele Entwürfe bekommen wir zu sehen?
Entscheidend ist die Darstellung: ein Logo sieht auf weißem Grund fast immer gut aus. Interessant wird es auf dem Lieferwagen, im Briefkopf und als winziges Profilbild.
Passt unser bestehendes Logo noch, oder muss es neu?
Wir sagen Ihnen ehrlich, in welche Kategorie Ihr Logo fällt. Ein Neuentwurf ist für uns der größere Auftrag – trotzdem raten wir manchmal davon ab.
Woran erkennen wir, ob Farben und Schriften barrierefrei sind?
Der Aufwand dafür ist gering, das Nachbessern dagegen teuer: Eine Farbe zu ändern, nachdem Drucksachen, Website und Beschriftung produziert sind, heißt alles noch einmal zu machen.
Quelle: W3C: WCAG 2.2 – Kontrast (Minimum) (öffnet in neuem Tab)
Begriffe zu dieser Leistung
Fachbegriffe, die auf dieser Seite vorkommen – im Glossar in einem Satz erklärt.
- A/B-Testing
- Barrierefreies SVG
- Corporate Design (Erscheinungsbild)
- Farbräume: RGB, CMYK & Sonderfarben
- Kontrastverhältnis (Farbkontrast)
- Logo & Markenzeichen
- Markenfarben (Farbpalette)
- Markenhandbuch (Brand Guidelines)
- Markenidentität (Brand Identity)
- OKLCH (Farbnotation im Web)
- Schriftlizenz (Font-Lizenzierung)
- Typografie-System (Schrifthierarchie)