Farbenblindheit & Webdesign

Farbsehschwäche (umgangssprachlich Farbenblindheit) bedeutet, dass bestimmte Farben nicht oder nur schwer unterschieden werden können; laut National Eye Institute ist etwa jeder zwölfte Mann betroffen, Frauen deutlich seltener. Fürs Webdesign folgt daraus: Informationen, Fehler oder Handlungsaufforderungen dürfen nie allein über Farbe vermittelt werden – so verlangt es WCAG-Erfolgskriterium 1.4.1 „Use of Color“ (Stufe A).

In der Praxis

Ein rot markiertes Pflichtfeld braucht zusätzlich ein Symbol, den Text „(Pflichtfeld)“ oder ein Sternchen, damit die Information auch ohne Farbwahrnehmung ankommt. Diagramme sollten neben Farben auch Muster, Formen oder direkte Beschriftungen nutzen. Zum Testen simulieren Tools wie die Chrome-DevTools-Funktion „Emulate vision deficiencies“ oder Color Oracle verschiedene Formen der Farbsehschwäche, sodass Designs vor dem Launch auf ausreichenden Kontrast und Unterscheidbarkeit auch ohne Farbe geprüft werden können.

Passende Leistung

Quellen

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