Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: August 2026

Allgemeine Geschäftsbedingungen der FINK Brot Pixel GmbH, Fasangartengasse 1, 1130 Wien (im Folgenden „Auftragnehmer“).

1. Geltungsbereich

Diese AGB gelten ausschließlich für Verträge mit Unternehmern im Sinne des Unternehmensgesetzbuches (UGB). Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.

Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn der Auftragnehmer sie ausdrücklich schriftlich anerkannt hat. Schweigen auf übermittelte Geschäftsbedingungen gilt nicht als Zustimmung.

2. Leistungsumfang

Der Auftragnehmer erbringt insbesondere folgende Leistungen:

  • Konzeption und technische Umsetzung von Websites (datensparsame Struktur, moderne Webentwicklung, barrierefreie und SEO-gerechte Umsetzung, klare Seitenarchitektur)
  • Entwicklung und Integration suchmaschinen- und antwortmaschinenoptimierter Inhalte (SEO, AEO/GEO)
  • Technische Betreuung und Hosting von Websites (in der Regel auf Basis von Kirby CMS)
  • Erstellung von grafischen Inhalten, Illustrationen und Fotografie für Web- und Corporate-Design
  • Begleitende Beratung zu datensparsamer Webarchitektur, Barrierefreiheit, Benutzerführung und Performance

Beratung zu Datenschutz oder Barrierefreiheit erfolgt technisch-konzeptionell nach dem Stand der Technik und ersetzt keine Rechtsberatung.

Andere Leistungen (z. B. Printprodukte, Newsletter-Systeme, komplexe Webanwendungen oder die Integration von Drittanbietern) sind nur Vertragsbestandteil, wenn sie ausdrücklich schriftlich vereinbart wurden. Leistungsänderungen und Erweiterungen erfolgen auf Grundlage einer gesonderten Vereinbarung und sind gesondert zu vergüten.

3. Pflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber verpflichtet sich, alle erforderlichen Inhalte, Daten, Zugangsdaten und Informationen rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form bereitzustellen, sicherzustellen, dass bereitgestellte Inhalte (Logos, Texte, Bilder etc.) frei von Rechten Dritter sind und rechtlich zulässig verwendet werden können, sowie erforderliche Freigaben unverzüglich zu erteilen.

Der Auftragnehmer ist berechtigt, Arbeiten einzustellen, wenn notwendige Mitwirkungshandlungen ausbleiben. Verzögerungen und daraus entstehende Mehrkosten gehen zu Lasten des Auftraggebers; vereinbarte Zeitpläne und Liefertermine verschieben sich entsprechend.

Der Auftraggeber stellt den Auftragnehmer von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus bereitgestellten Inhalten resultieren.

4. Leistungsänderungen (Change Requests)

Änderungswünsche des Auftraggebers nach Projektbeginn gelten als zusätzliche Leistungen und werden nach tatsächlichem Aufwand zu den jeweils gültigen Stundensätzen des Auftragnehmers abgerechnet. Vereinbarte Liefer- und Fertigstellungstermine verlängern sich entsprechend.

5. Abnahme und Projektübergabe

Das Werk gilt als abgenommen, wenn der Auftraggeber nicht binnen zehn Tagen nach Übergabe wesentliche Mängel schriftlich rügt. Unerhebliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme. Die produktive Nutzung des Werkes durch den Auftraggeber gilt ebenfalls als Abnahme.

6. CMS- und Hostingbedingungen

Die technische Betreuung des CMS (Updates, Sicherheitsmaßnahmen, Pflege) erfolgt ausschließlich bei Hosting durch den Auftragnehmer oder dessen Partner. Bei Fremdhosting übernimmt der Auftragnehmer keine Verantwortung für Sicherheit, Verfügbarkeit oder die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, soweit diese außerhalb seines unmittelbaren Verantwortungsbereichs liegen. Eingriffe Dritter bedürfen der schriftlichen Zustimmung.

Der Auftragnehmer stellt im Rahmen marktüblicher Standards und nach dem Stand der Technik eine hohe Verfügbarkeit und Stabilität des Hostings sicher. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsarbeiten, höhere Gewalt, Netzausfälle außerhalb des Einflussbereichs des Auftragnehmers sowie Ausfälle, die durch Dritte oder den Auftraggeber verursacht werden. Kurzfristige Unterbrechungen im Rahmen von Wartungsfenstern gelten nicht als Ausfall.

Sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart, führt der Auftragnehmer keine Datensicherungen durch; der Auftraggeber ist für eine angemessene, regelmäßige Datensicherung selbst verantwortlich.

SSL/TLS-Zertifikate werden — soweit vereinbart — über den Hosting-Provider bereitgestellt. Der Auftragnehmer haftet nicht für Verfügbarkeit, Laufzeit oder automatische Verlängerung solcher Zertifikate, sofern keine gesonderte Vereinbarung über deren Verwaltung besteht. Leistungen Dritter (z. B. Mailserver, externe Dienste oder Schnittstellen) fallen nicht in den Verantwortungsbereich des Auftragnehmers.

7. Preise und Zahlung

Alle Preise verstehen sich in Euro, netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

  • Hosting und Betreuung: Pauschalpreise gemäß Angebot oder Leistungsübersicht, zahlbar jährlich im Voraus.
  • Projektbasierte Leistungen (z. B. Website, Illustration): 30 % Anzahlung bei Auftragserteilung, Restzahlung nach Abnahme; Rechnungen sind binnen 7 Tagen fällig.
  • Laufende Dienstleistungen ohne Hostingbindung (z. B. Content, SEO, Grafikpflege): Abrechnung monatlich im Nachhinein nach Aufwand oder Pauschale, zahlbar binnen 14 Tagen netto.

Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 456 UGB) sowie Mahnspesen verrechnet. Eine Aufrechnung durch den Auftraggeber ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig. Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben sämtliche Rechte sowie alle erstellten Unterlagen, Dateien und Materialien beim Auftragnehmer.

8. Urheber- und Nutzungsrechte

Nutzungsrechte an erstellten Leistungen (Websites, Designs, Fotografien, Grafiken etc.) gehen erst nach vollständiger Bezahlung auf den Auftraggeber über. Es handelt sich um einfache, nicht-exklusive Nutzungsrechte für den vereinbarten Zweck; Weitergabe an oder Bearbeitung durch Dritte bedarf der schriftlichen Zustimmung.

Originaldateien (z. B. Layoutdateien, Rohbilder) verbleiben beim Auftragnehmer, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

Der Auftragnehmer ist berechtigt, im Rahmen der Eigenwerbung (Website, Social Media, Präsentationen, Wettbewerbe) auf erstellte Leistungen hinzuweisen und diese mit Namensnennung als Referenz zu verwenden, sofern dem nicht ausdrücklich schriftlich widersprochen wurde.

9. Barrierefreiheit

Wird die Umsetzung nach einem Barrierefreiheits-Standard (z. B. WCAG in einer bestimmten Version und Konformitätsstufe) vereinbart, bezieht sich die geschuldete Konformität auf den Zustand zum Zeitpunkt der Übergabe. Für Inhalte und Änderungen, die der Auftraggeber danach selbst einpflegt oder durch Dritte einpflegen lässt, liegt die Verantwortung beim Auftraggeber.

Die rechtliche Einordnung, ob und in welchem Umfang der Auftraggeber gesetzlichen Barrierefreiheits-Pflichten unterliegt (etwa nach dem Barrierefreiheitsgesetz, BaFG), obliegt dem Auftraggeber; der Auftragnehmer unterstützt mit technischer Umsetzung und Dokumentation.

10. Einsatz von KI-Werkzeugen

Der Auftragnehmer darf bei der Leistungserbringung Software mit KI-Unterstützung als Werkzeug einsetzen. Arbeitsergebnisse werden unabhängig davon fachlich geprüft und verantwortet.

Vertrauliche Informationen des Auftraggebers werden nicht ohne dessen Zustimmung in externe KI-Systeme eingegeben, die Eingaben zu eigenen Trainingszwecken verwenden. Rechte zur Nutzung von Arbeitsergebnissen oder Inhalten des Auftraggebers als Trainingsdaten für KI-Modelle Dritter werden nicht eingeräumt.

11. Datenschutz und Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich zur Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen. Der Auftragnehmer arbeitet datensparsam und dokumentiert seine technischen und organisatorischen Maßnahmen. Soweit der Auftragnehmer im Rahmen von Hosting oder Betreuung personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, erfolgt dies auf Basis eines Auftragsverarbeitungsvertrags gemäß Art. 28 DSGVO.

12. Haftung

Der Auftragnehmer haftet nur für Schäden, die durch grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz verursacht wurden. Eine Haftung für entgangenen Gewinn, Folgeschäden, mittelbare Schäden oder Datenverluste wird — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen. Der Auftraggeber ist für regelmäßige, angemessene Datensicherungen verantwortlich. Für Leistungen oder Inhalte Dritter (z. B. externe Tools, Plugins, Hosting-Provider) wird keine Haftung übernommen.

Die Haftung des Auftragnehmers ist — soweit gesetzlich zulässig — der Höhe nach mit dem Betrag begrenzt, den der Auftraggeber im letzten Jahr vor Eintritt des Schadens an den Auftragnehmer gezahlt hat.

13. Schlussbestimmungen

Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen und des UN-Kaufrechts (CISG). Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Wien.

Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform; E-Mail genügt. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.