Social-Media-Richtlinie (Social Media Policy)

Eine Social-Media-Richtlinie ist eine interne Regelung, die festlegt, wer im Unternehmen in sozialen Netzwerken im Namen der Firma sprechen darf, welche Informationen vertraulich bleiben und wie Mitarbeitende sich äußern, wenn sie ihren Arbeitgeber erkennbar machen. Sie ergänzt bestehende Arbeits- und Verschwiegenheitspflichten.

In der Praxis

Eine brauchbare Richtlinie passt auf zwei Seiten und beantwortet konkrete Fragen: Wer hat Zugang zu den Konten, wer gibt Beiträge frei, was passiert bei einem kritischen Kommentar am Wochenende, und was ist bei Kundenfotos zu beachten? Halten Sie für Kundenfotos fest, dass vor einer Veröffentlichung die Einwilligung der abgebildeten Personen einzuholen ist; das Recht am eigenen Bild nach § 78 Urheberrechtsgesetz kann einer Veröffentlichung entgegenstehen. Regeln Sie ausdrücklich, dass betriebliche Zugangsdaten nicht in privaten Passwortspeichern liegen und beim Ausscheiden entzogen werden. Formulieren Sie die Richtlinie als Orientierung, nicht als Drohkatalog; überzogene Verbote werden umgangen und sind arbeitsrechtlich ohnehin nur begrenzt durchsetzbar. Besprechen Sie das Dokument einmal im Team, weil eine Richtlinie, die nur abgelegt wird, im Ernstfall niemandem hilft.

Passende Leistung

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