Interactive Content (Quizzes, Rechner, Konfiguratoren)
Interactive Content umfasst Content-Formate, die aktive Nutzerbeteiligung erfordern – etwa Quizzes, Rechner, Produktkonfiguratoren oder interaktive Umfragen – statt reinen passiven Konsums. Durch Eingaben der Nutzerin oder des Nutzers entsteht ein personalisiertes Ergebnis, das gleichzeitig als Lead-Quelle dient. Anders als kurze, passiv konsumierte Snackable-Formate (Micro-Content) oder eine bloße Handlungsaufforderung (Call-to-Action) steht bei Interactive Content ein mehrstufiger Dialog mit dem Publikum im Mittelpunkt.
In der Praxis
Für KMU eignen sich vor allem Preis-, Ersparnis- oder Bedarfsrechner sowie Produktkonfiguratoren, da sie unmittelbar in den Sales-Funnel einzahlen. Quiz- und Rechner-Formate wandeln erfahrungsgemäß deutlich besser in Leads um als ein statisches Formular, weil Nutzer:innen im Gegenzug für ihre Daten ein persönliches Ergebnis erhalten. Wie hoch die Quote ausfällt, hängt stark davon ab, wie klar Thema und Nutzen des Ergebnisses vorab kommuniziert werden – belastbare Vergleichszahlen gibt es dazu kaum, weil die veröffentlichten Werte fast durchwegs von Toolanbietern selbst stammen. Die Ergebnisseite sollte einen eindeutigen Call-to-Action enthalten. Sobald dabei eine E-Mail-Adresse abgefragt wird, sind Datenschutz und E-Mail-Werberecht mitzudenken: Es braucht eine transparente Information darüber, wofür die Adresse verwendet wird, und für einen anschließenden Newsletter zusätzlich eine wirksame Einwilligung nach § 174 TKG 2021. Wie die Abfrage im konkreten Fall auszugestalten ist – insbesondere, ob das Quiz-Ergebnis von der Datenangabe abhängig gemacht werden darf –, gehört rechtlich geprüft. Tools wie Outgrow, Involve.me oder individuell entwickelte JavaScript-Lösungen ermöglichen die Umsetzung ohne großen Entwicklungsaufwand. Interactive Content lässt sich gut in bestehende Content-Hubs oder als Ergänzung zu Whitepapers und Lead-Magnets einbetten.