Cross-Device-Tracking
Cross-Device-Tracking bezeichnet die Zuordnung mehrerer Geräte – etwa Smartphone, Laptop und Tablet – zu ein und derselben Person, um deren gesamten Interaktionsverlauf über Gerätegrenzen hinweg auszuwerten. In GA4 stützt sich diese Zuordnung heute auf die sogenannte Berichtsidentität: zuerst auf eine selbst vergebene User-ID aus einem Login, ersatzweise auf die Geräte-ID und – je nach Einstellung – auf modellierte Daten. Google Signals trägt seit Februar 2024 nicht mehr zur Berichtsidentität bei und liefert nur noch Remarketing-Zielgruppen sowie Alters- und Interessendaten.
In der Praxis
In der Praxis ist Cross-Device-Tracking besonders relevant für Branchen mit langen Recherchephasen, etwa bei hochpreisigen Produkten, wo Nutzer:innen häufig mobil recherchieren und später am Desktop kaufen. Ohne Cross-Device-Zuordnung würde ein solcher Kauf fälschlich als neuer Nutzer ohne vorherigen Kontaktpunkt gezählt, was Attributionsmodelle verzerrt. Voraussetzung für eine zuverlässige geräteübergreifende Auswertung ist heute ein eigenes, konsistentes Login-System, das über alle Geräte hinweg dieselbe User-ID vergibt; Google Signals allein leistet das seit der Umstellung im Februar 2024 nicht mehr. Wo Daten am Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden, ist dafür eine Einwilligung nach § 165 Abs. 3 TKG 2021 einzuholen.