First-Party-Data-Strategie

Eine First-Party-Data-Strategie beschreibt den systematischen Aufbau und die Nutzung von Daten, die ein Unternehmen direkt und mit Einwilligung von eigenen Nutzer:innen erhebt, etwa über Login-Bereiche, Newsletter-Anmeldungen oder Käufe. Sie gewinnt an Bedeutung, weil Browser wie Safari und Firefox Drittanbieter-Cookies blockieren und die Reichweite klassischer Third-Party-Trackingdaten dadurch sinkt; Chrome behält Drittanbieter-Cookies nach der Kehrtwende im April 2025 bei.

In der Praxis

In der Praxis kombinieren Unternehmen dafür CRM-Daten, Newsletter-Kontakte und Login-Informationen mit Website-Tracking, etwa über Server-Side-Tagging oder Enhanced Conversions, um Kund:innen auch ohne Drittanbieter-Cookies wiederzuerkennen. Erhebung und Nutzung solcher Daten brauchen jeweils eine tragfähige Rechtsgrundlage; wo dafür auf das Endgerät zugegriffen wird, ist zusätzlich die Einwilligung nach § 165 Abs. 3 TKG 2021 über eine Consent-Management-Plattform einzuholen. First-Party-Daten sind datenschutzrechtlich nicht automatisch unproblematisch, nur weil sie direkt erhoben wurden. Ein Anreiz zur freiwilligen Registrierung, etwa über Rabatte oder exklusive Inhalte, ist ein gängiger Baustein solcher Strategien.

Passende Leistung

Quellen

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