Conversion Value Rules (Google Ads)
Conversion Value Rules sind eine Google-Ads-Funktion, mit der Werbetreibende die Bewertung bereits erfasster Conversions in Echtzeit anpassen können – nach Standort, Zielgruppe oder Gerätetyp. Statt für jede Conversion denselben Wert zu melden, können z. B. Neukund:innen, mobile Nutzer:innen oder bestimmte Regionen automatisch höher oder niedriger gewichtet werden, ohne den Tracking-Code zu ändern. Wertbasierte Gebotsstrategien wie Ziel-ROAS oder „Conversion-Wert maximieren“ berücksichtigen diese angepassten Werte direkt im automatisierten Bieten.
In der Praxis
Conversion Value Rules lohnen sich für Betriebe mit unterschiedlich profitablen Zielgruppen – etwa einen Onlineshop, der Neukund:innen höher bewertet als Bestandskund:innen, oder einen Betrieb mit Standorten in Wien und im ländlichen Raum, wo Conversions aus Ballungsräumen mehr wert sind. Die Regeln werden direkt im Google-Ads-Konto unter „Conversion-Wert-Regeln“ angelegt und lassen sich mit Standort-, Zielgruppen- und Gerätebedingungen kombinieren, ausgenommen sind Reisebranche-Kampagnen. Für Anzeigen zu Wohnen, Beschäftigung und Krediten schränkt Google einzelne Regelbedingungen zusätzlich ein – für österreichische Immobilien- und Personaldienstleister ist das praxisrelevant. Wichtig für die Beratung: Conversion Value Rules ändern nicht die Erfassung der Conversion – das leisten Conversion-Tracking und Enhanced Conversions – sondern nur deren monetäre Bewertung im Bidding, beide Konzepte ergänzen sich. Vor dem Einsatz sollte die Wirkung im Bericht „Auswirkungen von Conversion-Wert-Regeln“ beobachtet werden, da falsch gesetzte Regeln die Gebotsoptimierung verzerren können.