Heatmaps & Session-Recordings
Heatmaps visualisieren aggregiert, wo Nutzer:innen auf einer Seite klicken, scrollen oder verweilen, während Session-Recordings einzelne, pseudonyme Sitzungsverläufe als Video-ähnliche Aufzeichnung nachvollziehbar machen. Beide Verfahren ergänzen quantitative Kennzahlen aus GA4 um ein qualitatives Bild davon, wie Nutzer:innen tatsächlich mit einer Seite interagieren.
In der Praxis
In der Praxis werden Heatmaps genutzt, um zu prüfen, ob wichtige Inhalte oder Call-to-Actions überhaupt im sichtbaren Bereich wahrgenommen werden, während Session-Recordings gezielt bei auffälligen Mustern wie hohen Abbruchraten in einem bestimmten Formularschritt eingesetzt werden, um die Ursache zu verstehen. Beide Verfahren greifen auf das Endgerät der Nutzer:innen zu und erfassen deren Verhalten. In Österreich ist dafür nach § 165 Abs. 3 TKG 2021 grundsätzlich eine Einwilligung einzuholen, und zwar unabhängig davon, ob dabei personenbezogene Daten anfallen; die EDSA-Leitlinien 2/2023 erfassen ausdrücklich auch Tracking ohne Cookies. Sensible Eingabefelder wie Passwörter oder Zahlungsdaten sollten zusätzlich automatisch maskiert werden. Ob und in welcher Form ein konkretes Tool eingesetzt werden darf, gehört im Einzelfall rechtlich geprüft.