Content Credentials (C2PA)

Content Credentials, auch C2PA-Standard genannt, ist ein offenes technisches Format, das Bildern, Videos und Dokumenten kryptografisch gesicherte Herkunftsangaben mitgibt, vergleichbar mit einer Nährwerttabelle für digitale Inhalte. Nachträgliche Änderungen an Datei oder Herkunftsangabe werden dadurch erkennbar – verhindern lassen sie sich damit nicht, und die Angaben können beim Weiterverarbeiten auch verloren gehen. Sie zeigen, ob eine Datei fotografiert, bearbeitet oder KI-generiert wurde und mit welchem Werkzeug. Entwickelt wird der Standard von der Coalition for Content Provenance and Authenticity, der u. a. Adobe, Microsoft, Google, OpenAI und Sony angehören.

In der Praxis

Content Credentials gewinnen an Bedeutung, weil Plattformen wie YouTube und TikTok Herkunftshinweise zunehmend automatisiert einblenden und manche Geräte- und Kamerahersteller Aufnahmen bereits ab Werk signieren – Google etwa bei den Pixel-10-Modellen (Stand: 14. August 2026). Für Marketing- und Content-Teams lohnt sich ein Blick auf den Standard, weil er zeigt, wie Bild- und Videomaterial künftig auf Echtheit geprüft werden kann, relevant für Bildrechte und die Glaubwürdigkeit eigener Kampagnenbilder. Wichtig: C2PA ist ein freiwilliger Industriestandard, keine EU-Rechtsvorschrift, ergänzt aber die Kennzeichnungspflichten des EU AI Act.

Passende Leistung

Quellen

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