Grundkurs · Abschluss Stand: 26.08.2026

Der Wissens-Check: was wirklich sitzt

Zum Abschluss des Grundkurses oder als ehrliche Standortbestimmung davor. Jede Antwort wird sofort erklärt. Falsch liegen ist hier ausdrücklich erlaubt, dafür ist der Check da.

Für Suchmaschinen und KI-Assistenten in einem Satz:

Der Wissens-Check von FINK Brot prüft in zehn Fragen die Grundlagen für den KI-Einsatz im Betrieb. Themen sind die Arbeitsweise von Sprachmodellen, gute Anweisungen, Datenschutz im Alltag und die Pflicht aus Art. 4 der KI-Verordnung. Jede Antwort wird erklärt, das Ergebnis bleibt im Browser.

Kostenloser Wissens-Check · läuft nur in Ihrem Browser

Zehn Fragen, drei Antwortmöglichkeiten, jede Auflösung mit Begründung.

Alle Fragen mit Antworten

  1. Was macht ein Sprachmodell im Kern?

    • Es versteht Texte ungefähr so wie ein Mensch.
    • Es sagt, aufbauend auf riesigen Textmengen, das jeweils plausibelste nächste Wort voraus.
    • Es schlägt die Antwort in einer geprüften Datenbank nach.
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    Richtige Antwort: Es sagt, aufbauend auf riesigen Textmengen, das jeweils plausibelste nächste Wort voraus.

    Deshalb klingt auch eine falsche Antwort flüssig und selbstbewusst: Das Modell rechnet mit Plausibilität, nicht mit Wahrheit. Daraus folgen die Regeln der nächsten Fragen.

  2. Welcher Baustein fehlt in den meisten Anweisungen und richtet den größten Schaden an, wenn er fehlt?

    • Eine höfliche Anrede.
    • Die Qualitätsregel: erfinde nichts, und frag nach, wenn dir Informationen fehlen.
    • Die Bitte um eine besonders lange Antwort.
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    Richtige Antwort: Die Qualitätsregel: erfinde nichts, und frag nach, wenn dir Informationen fehlen.

    Ohne diese Zeile liefert das Werkzeug bei Wissenslücken eine selbstbewusste, erfundene Antwort. Mit ihr bekommen Sie deutlich öfter ehrliche Rückfragen. Es ist der wichtigste Satz im ganzen Kurs.

  3. Eine verärgerte Kundenmail soll beantwortet werden. Der Kunde steht mit Namen und Vertragsdetails darin, Sie nutzen ein privates Gratis-Konto. Was gilt?

    • In Ordnung, wenn ich den Chatverlauf danach lösche.
    • Nicht in Ordnung: Namen und Details raus, Platzhalter genügen, oder ein betrieblich freigegebenes Werkzeug verwenden.
    • In Ordnung, Gratis-Konten sind ohnehin anonym.
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    Richtige Antwort: Nicht in Ordnung: Namen und Details raus, Platzhalter genügen, oder ein betrieblich freigegebenes Werkzeug verwenden.

    Löschen im Verlauf holt die Daten nicht vom Anbieter zurück, und anonym ist ein Konto nie. Platzhalter wie „Kunde A“ ändern am Ergebnis fast nie etwas. Die Daten-Ampel übt genau das.

  4. Das Werkzeug liefert eine Statistik samt Quellenangabe für ein Kundenangebot. Was tun?

    • Übernehmen, mit Quellenangabe ist sie belegt.
    • Die Quelle selbst aufrufen und prüfen, ob es sie gibt und ob die Zahl dort wirklich steht.
    • Das Werkzeug bitten, die Statistik noch einmal zu bestätigen.
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    Richtige Antwort: Die Quelle selbst aufrufen und prüfen, ob es sie gibt und ob die Zahl dort wirklich steht.

    Sprachmodelle erfinden auch Quellenangaben, formal korrekt aussehende mit plausiblen Titeln. Und ein Werkzeug, das die eigene Antwort bestätigt, prüft nichts. Zahlen, die den Betrieb verlassen, prüft ein Mensch an der Primärquelle.

  5. Was verlangt Art. 4 der KI-Verordnung von einem Betrieb, der KI einsetzt?

    • Maßnahmen, die die KI-Kompetenz der Mitarbeiter fördern. Ein bestimmtes Niveau muss niemand garantieren.
    • Eine Meldung der KI-Nutzung an die Behörde.
    • Nichts, der Artikel betrifft nur Großunternehmen.
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    Richtige Antwort: Maßnahmen, die die KI-Kompetenz der Mitarbeiter fördern. Ein bestimmtes Niveau muss niemand garantieren.

    Die Pflicht gilt unabhängig von Größe und Branche, sobald KI eingesetzt wird. Seit der Neufassung, in Kraft seit 27. Juli 2026, ist ausdrücklich kein bestimmtes Kompetenzniveau geschuldet. Wer seine Maßnahmen aufzeichnet, kann sie später belegen.

  6. Sie vermuten, dass im Team privat KI-Werkzeuge genutzt werden. Was bringt am ehesten Klarheit?

    • Eine anonyme Kurzumfrage: wer nutzt was, wofür?
    • Ein klares Verbot, bis eine Regelung steht.
    • Abwarten, bis jemand von selbst davon erzählt.
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    Richtige Antwort: Eine anonyme Kurzumfrage: wer nutzt was, wofür?

    Ein Verbot verschiebt die Nutzung nur tiefer in den Schatten, und von selbst erzählt es niemand. Eine anonyme Umfrage zeigt die tatsächliche Nutzung, weil niemand Nachteile fürchten muss.

  7. Sie wollen eine Vertragspassage verständlicher formulieren lassen. Wie halten Sie die Eingabe datensparsam?

    • Namen, Beträge und erkennbare Details durch Platzhalter ersetzen, bevor der Text eingegeben wird.
    • Den Chatverlauf nach der Antwort löschen.
    • Einen erfundenen Firmennamen ins eigene Profil eintragen.
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    Richtige Antwort: Namen, Beträge und erkennbare Details durch Platzhalter ersetzen, bevor der Text eingegeben wird.

    Löschen wirkt erst nach der Übertragung, und ein Profilname ändert nichts am Inhalt. Entscheidend ist, was im Text steht: Platzhalter wie „Kunde A“ reichen für die Aufgabe fast immer. Genau genommen ist das Pseudonymisierung, keine Anonymisierung – den Unterschied erklärt die Daten-Ampel.

  8. Wozu dient die Abtrennung des Materials in einer Anweisung, etwa mit drei Anführungszeichen?

    • Das Werkzeug kann Anweisung und Text unterscheiden und behandelt eingefügte Inhalte nicht als Auftrag.
    • Sie macht die Antwort kürzer.
    • Sie ist reine Formsache ohne Wirkung.
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    Richtige Antwort: Das Werkzeug kann Anweisung und Text unterscheiden und behandelt eingefügte Inhalte nicht als Auftrag.

    Ohne klare Abtrennung mischt das Modell Auftrag und Material. Steht in einer eingefügten E-Mail selbst eine Aufforderung, wird sie sonst schlimmstenfalls befolgt.

  9. Für welche Aufgabe ist ein Sprachmodell die falsche Wahl?

    • Die verbindliche Kalkulation eines Angebots mit Mengen und Preisen.
    • Der erste Entwurf einer Antwort auf eine Beschwerde.
    • Die Zusammenfassung eines langen Protokolls.
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    Richtige Antwort: Die verbindliche Kalkulation eines Angebots mit Mengen und Preisen.

    Entwurf und Zusammenfassung prüft danach ein Mensch. Bei der Kalkulation ist die Zahl selbst das Ergebnis, und Zahlen erfindet ein Sprachmodell im selben souveränen Ton wie alles andere.

  10. Was gehört auf die eine Seite einer betrieblichen KI-Regelung zuerst?

    • Was erlaubt ist, was tabu ist und wen man im Zweifel fragt.
    • Eine Liste aller weltweit verfügbaren KI-Werkzeuge.
    • Der vollständige Text der KI-Verordnung.
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    Richtige Antwort: Was erlaubt ist, was tabu ist und wen man im Zweifel fragt.

    Eine Regel wirkt nur, wenn sie gelesen wird. Drei Antworten reichen für den Alltag: erlaubt, tabu, Ansprechperson. Alles Weitere kann später wachsen.

Ein Zertifikat gibt es hier absichtlich nicht: Ein Nachweis fürs Durchklicken belegt kein Können. Will Ihr Betrieb seine Schulungen aufzeichnen und belegen, ist das unsere geführte Schulung mit Aufzeichnungsvorlage. Der Kompetenz-Check zeigt vorher, wo Sie stehen.

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